Raumordnung ist zentral für die Bewältigung des Klimawandels und zur Steuerung der Energiewende. Dies zeigt der Bericht zur Umsetzung des Leitbilds der Raumordnung "Klimawandel und Energiewende gestalten". Mit dem Raumordnungsplanmonitor ROPLAMO wurden über 900 Dokumente der Landes- und Regionalplanung hinsichtlich der Realisierung von zwölf Handlungsfeldern im Bereich Klimawandel und neun Handlungsfeldern der Energiewende ausgewertet. Der Bericht zeigt deutliche Fortschritte, aber auch dringenden Handlungsbedarf.
Zwar wurden Maßnahmen etwa zur Sicherung von Überschwemmungsflächen in den meisten Regionen Deutschlands umgesetzt, jedoch uneinheitlich und tlw. unverbindlich. Vor dem Hintergrund eines sich verschärfenden Klimawandels gibt es Regelungslücken, u.a. beim Schutz vor Wasserknappheit oder der Sicherung natürlicher CO2-Senken wie Moore. Zur räumlichen Steuerung der Energiewende sind trotz erzielter Fortschritte weitere Gebietsausweisungen für Wind und Solar erforderlich, um Ausbauziele zu erreichen und Flächenkonkurrenzen zu mindern.
Zur Unterstützung regionaler Akteure empfiehlt der Bericht eine stärkere Verankerung von Klimaanpassung und Energiewende in der Raumordnung, etwa über verbindliche Hochwasserschutzvorgaben, der Verbesserung des Wassermanagements oder Sicherung von CO2-Senken. Vor dem Hintergrund wachsender Herausforderungen sind gesetzliche Anpassungen, verbesserte Planungsinstrumente und eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern, Regionen und Kommunen notwendig.
Quelle/Weitere Informationen: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), Veröffentlichungen